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Warum viele Kameras nachts nichts taugen

Eingebrochen wird im Dunkeln. Genau dann versagen die meisten günstigen Anlagen — und man merkt es erst, wenn es zu spät ist.

Hauseinfahrt bei Nacht im Licht einer Kamera

Das Bild ist da, aber wertlos

Fast jede Kamera liefert nachts irgendein Bild. Die Frage ist, ob darauf etwas zu erkennen ist. Ein grauer Umriss, der über die Terrasse huscht, hilft weder Ihnen noch der Polizei.

Der Unterschied zeigt sich erst im Ernstfall. Deshalb prüfen wir bei jeder Inbetriebnahme das Nachtbild vor Ort — nicht das Datenblatt.

Infrarot: Reichweite ist nicht gleich Reichweite

Herstellerangaben zur IR-Reichweite beziehen sich auf ideale Bedingungen. Eine dunkle Jacke schluckt Infrarot, eine helle Hauswand reflektiert es. In der Praxis liegt die brauchbare Erkennungsdistanz deutlich unter der angegebenen Zahl.

Dazu kommt: Infrarotbilder sind schwarzweiß. Die Farbe der Jacke, des Autos oder der Mütze fehlt — oft genau das Merkmal, das später gebraucht wird.

Lichtstarke Optik statt mehr Infrarot

Kameras mit besonders lichtempfindlichem Sensor und offener Blende liefern bei Restlicht ein Farbbild, wo andere längst auf Schwarzweiß umschalten. Wenn eine Straßenlaterne oder eine Hausbeleuchtung in der Nähe ist, bringt das mehr als jeder zusätzliche Infrarotstrahler.

Weißlicht: wirksam, aber nicht überall

Kameras mit weißem Zusatzlicht liefern nachts ein vollwertiges Farbbild und schrecken zusätzlich ab, weil sie bei Bewegung aufleuchten.

Im Wohngebiet ist das mit Bedacht einzusetzen — ein Scheinwerfer, der mehrmals pro Nacht ins Schlafzimmer des Nachbarn strahlt, sorgt zuverlässig für Streit.

Die unterschätzte Ursache: Verschmutzung

Nach zwei Jahren ohne Reinigung liegt ein feiner Film aus Staub und Pollen auf der Optik. Tagsüber fällt das kaum auf. Nachts streut das Infrarotlicht daran und das Bild wird milchig.

Einmal jährlich die Kuppeln und Frontscheiben reinigen ist der billigste Weg, eine Anlage brauchbar zu halten.

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