Fachbetrieb für Sicherheitstechnik in Düsseldorf und Umgebung
Zurück zum Ratgeber Technik

Welche Kamera wofür — Bullet, Turret, Dome oder PTZ

Die Bauform entscheidet über Bildwinkel, Montageort und darüber, wie auffällig die Anlage wirkt. Was wann sinnvoll ist.

Werkzeug und Netzwerktechnik auf der Werkbank

Bullet: die sichtbare Ansage

Die längliche Kamera am Wandarm ist der Klassiker. Sie zeigt klar in eine Richtung, ist von weitem als Kamera erkennbar und wirkt genau dadurch abschreckend.

Ihr Vorteil ist die einfache Ausrichtung über größere Entfernungen — an der Einfahrt, entlang einer Grundstücksgrenze oder auf ein Tor. Der Nachteil: Sie steht ab, und an der schmalen Bauform sammelt sich mit den Jahren Schmutz auf der Optik.

Turret: unauffällig und blendfrei

Die halbkugelförmige Kamera in der Schale sitzt flach an Decke oder Dachüberstand. Weil die Optik frei liegt und nicht hinter einer Kuppel sitzt, spiegelt das Infrarotlicht nicht ins Bild zurück — ein Problem, das billige Domes nachts oft haben.

Für Hauseingänge, Terrassen und Innenräume ist das meist die beste Wahl: gutes Nachtbild, dezente Optik, leicht zu reinigen.

Dome: wenn jemand drangehen könnte

Die geschlossene Kuppel schützt die Kamera vor Schlägen und Manipulation. In Tiefgaragen, Treppenhäusern, Ladenlokalen und an öffentlich zugänglichen Stellen ist das der entscheidende Punkt.

Zudem ist von außen nicht erkennbar, wohin die Kamera schaut. Das ist manchmal gewollt — und manchmal genau das Gegenteil von dem, was Sie wollen.

PTZ: eine Kamera für viele Blickrichtungen

Schwenken, neigen, zoomen. Eine PTZ ersetzt auf einem größeren Gelände mehrere feste Kameras und kann Bewegungen automatisch verfolgen.

Der Haken: Sie schaut immer nur in eine Richtung. Was hinter ihr passiert, während sie vorne heranzoomt, ist nicht aufgezeichnet. In der Praxis kombiniert man deshalb feste Kameras für die Fläche mit einer PTZ für das Detail.

Die Auflösungsfalle

Vier Megapixel klingen besser als zwei. Entscheidend ist aber nicht die Zahl, sondern wie viele Pixel auf dem Gesicht landen, das Sie erkennen wollen — und das hängt an Entfernung und Bildwinkel.

Eine 4K-Kamera mit weitem Winkel auf dreißig Meter liefert schlechtere Erkennung als eine 2K-Kamera mit engem Winkel auf dieselbe Stelle. Deshalb rechnen wir das vorher aus, statt die größte Zahl im Katalog zu nehmen.

Weiterlesen

Mehr aus dem Ratgeber

Hinweisschild zur Videoüberwachung an einem Zaun

Videoüberwachung am eigenen Haus: was erlaubt ist

Das eigene Grundstück dürfen Sie filmen. Sobald der Gehweg mit im Bild ist, wird es kompliziert. Ein Überblick ohne Paragrafenreiterei.

Artikel lesen
Hauseinfahrt bei Nacht im Licht einer Kamera

Warum viele Kameras nachts nichts taugen

Eingebrochen wird im Dunkeln. Genau dann versagen die meisten günstigen Anlagen — und man merkt es erst, wenn es zu spät ist.

Artikel lesen

Lassen Sie uns über Ihr Objekt sprechen

Ein Vor-Ort-Termin dauert eine Stunde und kostet Sie nichts. Danach wissen Sie, was sinnvoll ist — und was Sie sich sparen können.